Arbeits- und Vernetzungstagung der pädiatrischen Onkologie und Hämatologie
Die ÖPSAPOH 2026
Am 25.März versammelten sich in Graz Fachexpert:innen aus dem psychosozialen Bereich der pädiatrischen Onkologie und Hämatologie zur jährlichen Arbeits- und Vernetzungstagung. Ein gelungener Austausch mit vielen inspirierenden und informativen Momenten. Die Tagung stand unter dem vielsagenden Arbeitstitel:
„Die Not mit der Angst – Angst verstehen und begegnen, zwischen Therapie und eigener Betroffenheit
Vielfältige Perspektiven auf ein zentrales Thema
Im Mittelpunkt der Tagung stand die Frage, wie wir im beruflichen Alltag mit Angst – bei Patient*innen, Angehörigen, aber auch bei uns selbst – gut umgehen können. Schon die ersten Vorträge machten deutlich, wie unterschiedlich sich Angst in der Praxis zeigt – und wie sehr sie über Berufsgrenzen hinweg wirkt. Beiträge aus Seelsorge, klinischer Psychologie, Pädagogik und Sozialer Arbeit gaben spannende Einblicke in verschiedene Herangehensweisen und Herausforderungen im Umgang mit Betroffenen.
Zwischen Wissenschaft und Praxis
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den neuropsychologischen Aspekten von Angst. Dabei wurden nicht nur wissenschaftliche Hintergründe verständlich vermittelt, sondern auch konkrete Strategien und Methoden vorgestellt, die Fachkräfte im Umgang mit Sorgen und Ängsten im Berufsalltag unterstützen können.
Austausch und gemeinsame Lösungsansätze
Im weiteren Verlauf stand der persönliche und fachliche Austausch im Mittelpunkt. In Dialogformaten wurden zentrale Themen wie der Übergang zur Palliative Care, Zukunfts- und Existenzängste, der kultursensible Umgang mit Angst sowie die eigene professionelle Haltung diskutiert. Besonders im Fokus stand dabei der Umgang mit Sorgen von Patient*innen und Angehörigen sowie die Zusammenarbeit mit spezialisierten Versorgungsteams.
Unser Fazit:
Das Vernetzungstreffen hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig ein multiprofessioneller Zugang ist. Neben fachlichem Wissen braucht es auch persönliche Ressourcen, um mit herausfordernden Situationen gut umgehen zu können. Mit dem Treffen setzte die ÖPASAPHO ein starkes Zeichen für die Bedeutung von Austausch, Zusammenarbeit und gegenseitigem Lernen – und gab wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung der Praxis im Umgang mit Angst in sensiblen Arbeitsfeldern.
Was ist die ÖPSAPOH?

Die ÖPSAPOH ist die österreichweiche Regionalgruppe der PSAPOH (Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft in der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie), welche sich aus psychosozialen Fachexpert:innen zusammensetzt, darunter Kunst- und Musiktherapeut:innen, Psycholog:innen, Sozialarbeiter:innen, Seelsorge, Pädagog:innen und mehr. Das Ziel ist es, die psychosoziale Betreuung von Kindern/Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit onkologischen Erkrankungen und deren Familien zu verbessern und gleichzeitig sicherzustellen, dass die Interessen aller Beteiligten in diesem Bereich vertreten werden.
Das war die ÖPSAPOH in Bildern:


